Konfirmation mal anders & Zukunft unserer Kreuzkirche

Konfirmation mal anders & Zukunft unserer Kreuzkirche

Konfirmation mal anders & Zukunft unserer Kreuzkirche

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Konfirmation mal anders & Zukunft unserer Kreuzkirche

Ende Juni durften wir die Konfirmation unserer Konfirmandinnen und Konfirmanden 2026 feiern. Dabei zeigte sich einmal mehr: Manchmal kommt alles anders als geplant.

Eigentlich sollten die Feierlichkeiten natürlich in unserer Kreuzkirche stattfinden. Doch am Freitagvormittag erreichte uns eine unerwartete Nachricht: Neue Risse im Mauerwerk machten eine sofortige Begutachtung durch den Statiker der Landeskirche notwendig. Seine einstweilige Anordnung ließ keinen Handlungsspielraum: Bis zur weiteren Untersuchung musste die Kreuzkirche vorsorglich geschlossen werden.

Plötzlich hieß es für alle Beteiligten: umplanen, organisieren und möglichst schnell neue Orte für unsere Gottesdienste finden. Das war eine große Herausforderung, die nur dank vieler helfender Hände so gut gemeistert werden konnte.

Das Abendmahl mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden feierten wir am Freitagabend in der evangelischen Christuskirche in Dülken. Die festliche Konfirmation am Sonntag konnte schließlich in der St. Cornelius-Kirche in Dülken stattfinden.

An dieser Stelle möchten wir uns von Herzen bedanken: bei der Evangelischen Kirchengemeinde Dülken für ihre Unterstützung und ganz besonders bei unseren katholischen Geschwistern sowie Herrn Pfarrer Klugmann. Dass uns die St. Cornelius-Kirche so schnell, unkompliziert und herzlich zur Verfügung gestellt wurde, war alles andere als selbstverständlich. Dieses ökumenische Miteinander hat uns sehr berührt und gezeigt, wie Kirche über Konfessionsgrenzen hinweg gemeinsam trägt.

Inzwischen wurden die neuen Rissbildungen weiter untersucht. Die erfreuliche Nachricht lautet: Unsere Kreuzkirche konnte wieder für Gottesdienste und das Gemeindeleben geöffnet werden.

Auch wenn unsere Kirche weiterhin eingerüstet bleibt, ist das kein Grund zur Sorge. Die ausstehenden Gutachten sind Voraussetzung für die weiteren Entscheidungen über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen. Dass das Gerüst vorerst stehen bleibt, ist dabei sinnvoll: So können alle Untersuchungen ohne zusätzlichen Auf- und Abbau durchgeführt werden und unnötige Mehrkosten werden vermieden.

Auch bei der langfristigen Zukunft unserer Kreuzkirche gibt es gute Nachrichten. Das Presbyterium hat in seiner Julisitzung einstimmig beschlossen, nach Vorlage von insgesamt sechs angefragten Vorentwürfen unterschiedlicher Architekturbüros und einer stattgefundenen Vorauswahl von drei Architekturbüros, nun das Architekturbüro Maier aus Köln mit der weiteren Konkretisierung seines Vorentwurfes zu beauftragen. Gemeinsam mit dem Büro Schlünz, Projektsteuerung für kirchliche Bauvorhaben, das den gesamten Prozess begleitet, wird damit die nächste Projektphase begonnen.

Bis zum Abschluss dieses zweiten Projektabschnitts – im März kommenden Jahres – sollen zwei wesentliche Grundlagen vorliegen: Zum einen ein konkretes Planungskonzept des Architekturbüros Maier, zum anderen eine fundierte Analyse des baulichen Sanierungsbedarfs und der Möglichkeiten, die Kreuzkirche langfristig auf Basis ihrer vorhandenen Bausubstanz zukunftsfähig zu erhalten und weiterzuentwickeln. Erst auf dieser Grundlage können die konkreten Sanierungs- und Umsetzungsmaßnahmen beschlossen und strukturiert in Angriff genommen werden.

Besonders erfreulich ist zudem, dass inzwischen ein Förderantrag bei der Denkmalförderung des Landes Nordrhein-Westfalen bewilligt wurde. Damit stehen 142.500 Euro für die Sanierung des Kirchturms zur Verfügung – eine wichtige Unterstützung und ein starkes Zeichen für den Erhalt unserer denkmalgeschützten Kirche.

Das Büro Schlünz, der zuständige Planungsausschuss unserer Kirchengemeinde (UPA) und das Presbyterium stehen weiterhin in engem Austausch miteinander und begleiten die Projektentwicklung Schritt für Schritt. Selbstverständlich werden wir die Gemeinde auch künftig regelmäßig über den Fortgang informieren.

Auch wenn unsere Kreuzkirche also noch einige Zeit ihr „Gerüstgewand“ tragen wird, überwiegt die Zuversicht. Wir freuen uns zunächst besonders, dass unsere Kirche – nach einem kurzen Intermezzo – nun wieder mit Leben gefüllt ist, Gottesdienste gefeiert werden können und zugleich wichtige Weichen für ihre Zukunft gestellt sind.

Die Rheinische Post berichtete am 20. Juli 2026. Hier geht es zum Beitrag.

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